Projekte

Projekte sind der Prototyp, der Ort, wo Ideen auf die Wirklichkeit treffen, der Umschlagpunkt von Ideen in die Wirklichkeit.

Projekte ergänzen unsere Angebote, noch wichtiger ist ihre Funktion, uns zu verbessern, veränderte Bedarfe aufzugreifen und uns unseren Zielen näherzubringen. Wichtige strategische Ziele sind die Weiterentwicklung von Jugendhilfe und Schule und der kommunalen Jugendhilfe. Deshalb sind mit diesen Angeboten besonders viele Projekte verknüpft. Diese Projekte öffnen als dynamischer Teil dieser beiden Bereiche den Blick in die Zukunft. Sie sind neben dem „Baukasten“ unserer Angebote der „Experimentierkasten“, nur beides zusammen macht unsere Jugendhilfe zu einem lernenden System.

 

Das sozialraumorientierte Modellprojekt Lichtenstein

Das sozialraumorientierte Modellprojekt Lichtenstein orientiert sich an einem Dreiklang aufeinander aufbauender fachlicher Ziele: Einheit der Jugendhilfe, Erziehungspartnerschaft im Dreieck Jugendhilfe, Schule und Eltern sowie gutes Zusammenleben in der Gemeinde. Das Familienbüro ist ein Kernstück des Projekts, in dem drei Partner über Zuständigkeits- und Organisationsgrenzen hinweg zusammenwirken: Gemeinde, Jugendamt, pro juventa. Das Familienbüro arbeitet räumlich und konzeptionell barrierefrei und macht es Familien und Kindern leicht, anzudocken und Hilfe anzunehmen. Ein Kranz präventiver Projekte rund um das Familenbüro wie Kochkurse für Kinder, Wanderwochenenden Eltern-Kind, die „Schrauberwerkstatt“ oder das „Elterncafé“ sollen über die Beratung hinaus angstfreie und vergnügliche Lernchancen bieten. Das Modellprojekt ist Teil der Kommunalen Jugendhilfe Lichtenstein.

Für Systemsprenger Systemgrenzen überwinden

ist der Name unseres vom Kommunalverband für Jugend und Soziales geförderten Projekts. Manchmal genügen die Möglichkeiten eines Trägers nicht, um Jugendliche zu halten. Hilfen brechen ab und hinterlassen traumatisierte Jugendliche und ausgebrannte Mitarbeiter_innen. Wir wollen über den Tellerrand der eigenen Einrichtung hinausschauen und den Blick öffnen für die Ressourcen anderer Anbieter im Landkreis. Vielleicht kann man Zusammenarbeit unter den Anbietern, mit dem Jugendamt, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Polizei und der Staatsanwaltschaft so organisieren, dass Hilfen kreativer und facettenreicher werden, Übergänge gelingen und Abschiede nicht als Scheitern gewertet werden.     

Das Projekt ist im Wiesprojekt verortet, dort wird seit Sommer 2016 eine niederschwellige Form der Arbeit mit grenzgängigen Jugendlichen erprobt und weiterentwickelt.

Das Modellprojekt „Schulbegleitung“ an der Wilhelm-Hauff-Realschule in Pfullingen

Schulbegleitung ist bis jetzt als Erziehungshilfe organisiert. Ein Rechtsanspruch wird eingelöst, in dem ein Kind während festgelegter Unterrichtsstunden begleitet wird. Die Aufmerksamkeit wird auf den Lernstoff gelenkt, kleine Hilfestellungen erleichtern die Konzentration, geben Strukturhilfe in  unübersichtlichen Situationen und reduzieren das Konfliktniveau. Allerdings ist die Fixierung auf ein Kind und einen bestimmten Zeitkorridor nicht immer angemessen, der Blick sollte sich weiten auf die Interaktionen in der Klasse. Als gut organisiertes Team ist es möglich, Zeit auch klassenübergreifend genau dort zu verwenden, wo  Kinder Hilfe benötigen, um sich selbst wieder steuern zu können. Das zu organisieren, ist das Anliegen des Modellprojekts Schulbegleitung. Dieses Modellprojekt ist Teil der Kommunalen Jugendhilfe Pfullingen.

 
 
 

BIG und WIR

BIG und WIR sind Projekte von und für Frauen und Mädchen ab 16 Jahren.  Ziel ist die Selbstfürsorge durch Bewegung, gesunde Ernährung, Begegnung, Selbsthilfe und gegenseitige Unterstützung. Kurse, Beratung, WIRcafé, Offener Treff, Feste und Feiern bieten Frauen die Möglichkeit, im geschützten Rahmen besser mit sich und mit anderen im Kontakt zu kommen. Anstoß und Erkenntnisquelle für das Projekt  war die Erfahrung  aus der Elternarbeit der Tagesgruppe WiesEl: Wer besser für sich selbst sorgen kann, kann auch besser für andere sorgen. Insofern sind BIG und WIR auch eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und in eine bessere Welt. BIG und WIR sind Teil des Wiesprojekts.

STÄRKE und Elternbildung

Wir sind Anbieter verschiedener Kurse im Rahmen des Landesprogramms STÄRKE im Landkreis Reutlingen. Wir stärken benachteiligten Eltern, in das Zukunftsprojekt „Familie“ neue Ideen, Schwung und Tatkraft zu bringen.    

STEP und Familienrat nach Dreikurs sind anerkannte Elterntrainingsprogramme. Eltern lernen, ihr Kind besser zu verstehen, zuzuhören, im Gespräch zu bleiben, Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, konsequent zu sein statt zu strafen. Das Lernen in der Gruppe macht Spaß und Familie wird zu einem guten Erlebnis unter Freunden, wenn die Rollen geklärt sind.

 

Achtung Gewaltfrei!

Achtung Gewaltfrei! setzt sich für demokratische Konfliktlösungen ohne Gewalt ein. Dazu wurden von unseren zertifizierten Antigewalt-Trainer_innen verschiedene Formate entwickelt. Das Lernen findet in Gruppen statt, die Gruppendynamik wird genutzt. Meist sind die Gruppen nach Jungen und Mädchen, Männern und Frauen getrennt. Neben den Antigewalt-Trainingsprogrammen für Erwachsene mit hohem Gewaltpotential sind wir auch präventiv aktiv. Das Coolnesstraining oder Antigewalt-Seminare lassen sich als präventives Format besonders gut an Schulen umsetzen. Im Rahmen von STÄRKE, einem vom Land geförderten Programm, bieten wir Wander- und Aktionswochenenden in den Blockhütten von Willi Wolf auf der Schwäbischen Alb an. Mütter mit Kindern oder Väter und Söhne lernen in einer besonderen Umgebung auf spielerische Weise, sich besser zu verstehen und aufeinander zuzugehen.

 

Berufsorientierungs-
maßnahmen (BOM)

Partner bei unseren beiden BOM-Projekten in Pfullingen ist pro labore, eine Beschäftigungsgesellschaft, die wie pro juventa aus dem Kinderheim im Hohbuch hervorgegangen ist. Der Schülerladen PULS und BOM an der Wilhelm-Hauff-Realschule werden von der Stadt Pfullingen und der Arbeitsagentur gefördert.

BOM an der Wilhelm-Hauff-Realschule

In Zusammenarbeit mit Lehrer_innen (BORS) und der Berufsberatung werden die Weichen für jene Jugendlichen gestellt, die von zuhause wenig Anregung und Orientierung für die Wahl der passenden Bildungs- und Ausbildungswege bekommen. Einzeln oder in Gruppen werden Interessen und Kompetenzen herausgearbeitet und mit dem Anforderungsprofil der Berufe abgeglichen, Drucksituationen entschärft, Entscheidungshilfen erarbeitet, Bewerbungsgespräche vorbereitet, Betriebe besichtigt und Praktika vermittelt. Mit gezieltem Mitteleinsatz können in einer kritischen Phase Weichen fürs Leben gestellt werden.

 

Der Schülerladen PULS

Der Schülerladen PULS ist ein Praxisfeld für Schüler_innen der Uhlandschule SBBZZ, der Schloss-Schule und der Wilhelm-Hauff-Realschule in Pfullingen. PULS ist viel mehr als eine ausgelagerte Schule.

PULS ist Produktion: im Werkunterricht werden Schallplatten-Uhren, Insektenhotels oder Vogelhäuschen hergestellt. Die Minikuchenbäckerei backt Apfel-, Käse-, Marmor- und Obstkuchen.

PULS ist Verkauf: Selbstproduziertes, gespendete Kleidung und Schuhe für Kinder und Jugendliche, Spiele, Spielzeug, Fair Trade Produkte, Bücher.

 

Spieletreff an der Lok

Der Spieletreff an der Lok hat seinen Namen von der alten Rangierlok, die auf dem Freigelände neben dem „Alten Bahnhof“ platziert ist. Dort treffen sich Kinder ab 8 Jahren, um zu spielen, sich zu bewegen und etwas zusammen zu unternehmen. Im Winter geht’s in die Sporthalle. Neben dem Jugendreferat sind noch eine Kollegin aus dem Floh-Team und ein FSJ vom VfL Pfullingen mit im Team. Stadt, Jugendamt und der VfL Pfullingen arbeiten zusammen.

 

Schüler_innencafé

im Fusion

Das Team mit Jugendreferentin und Schulsozialarbeiterin an der Schloss-Schule öffnet den Jugendtreff FUSION ab Klasse 7 zweimal die Woche nicht nur für Schüler_innen der Schloss-Schule. Das FUSION ist baulich mit der Schule verbunden, so können offene Jugendarbeit und das offene Angebot der Schulsozialarbeit auch räumlich „fusionieren“ und sich gegenseitig stärken. Für Jugendliche wird so das Café mit Snacks, Kickern, Spielen und Gesprächen am Rande zu einem attraktiven Angebot in einem Altersbereich, wo schulische Gruppenkonzepte an Zugkraft verlieren.

Sport verbindet Eningen

„Sport verbindet Eningen“ für Flüchtlinge und Jugendliche aus Eningen freitags von 14 bis 16 Uhr ist ein Integrationsprojekt des Jugendreferats zusammen mit dem AK Asyl und den Sportvereinen SKV und TSV. Eine BuFDi-Stelle wird mit einem jungen Flüchtling besetzt. Damit gelingt der Brückenschlag leichter. Der erste Bufdi hat bereits einen Ausbildungsplatz bei der AOK Reutlingen und nimmt Kurs auf ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland.

Jungentreff im Jugendhäusle

8-12jährige Jungs treffen sich seit Februar 2018 donnerstags um 14:30 Uhr im Jugendhäusle der Auferstehungskirche. Sie sollen die Vorzüge der offenen Jugendarbeit kennen und schätzen lernen: Gruppe als Lernort, Freiwilligkeit, Selbstbestimmung, Vielfalt und Respekt, Individualität, kein Leistungsdruck, Vielfalt im Handeln, Entspannen und Genießen. Geleitet wird der Treff vom Koordinator des Wiesprojekts, der mit diesem Angebot für den Jugendtreff im Wiesprojekt werben will. Beteiligt sind auch das esjw Reutlingen mit einer Kollegin und dem Jugendhäusle an der Auferstehungskirche sowie die Schulsozialarbeiterin der Römerschanzschule, die dort für das Projekt wirbt.  Finanziert wird das Angebot über den neu eingerichteten Projekttopf der Stadt Reutlingen.